Wir müssen leider mitteilen, dass die Probleme rund um das neue Corona-Virus Covid-19 zunehmen und die Folgen für unser Lager im April nicht voraussehbar sind. Es drohen verschiedene Einschränkungen, vielleicht sogar Verkehrsverbote oder Grenzschliessungen. In Frankreich wurden Schul- und Klassenlager für das ganze Land abgesagt. Das Virus verbreitet sich weiterhin praktisch ungebremst.

Wir sind alle angehalten, die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und nach Möglichkeit die Ansteckung von weiteren Personen zu verhindern. Dazu dienen vor allem die Hinweise aufs Händewaschen und die mittlerweile allen bekannten Vorsichtsmassnahmen. Reisen können leider das Virus in neue Gebiete bringen und sind deshalb auf ein Minimum zu reduzieren. Auch wenn Südfrankreich weniger betroffen ist als die Schweiz, so besteht doch ein gewisses Ansteckungsrisiko.

Für unser Lager war auch wichtig, dass wir keine Quarantäne in Frankreich riskieren wollen, die einen Teil des Lagers oder sogar alle für 10-14 Tage auf dem Zeltplatz festgehalten hätte. Damit wäre auch die Rückreise-Organisation sehr schwierig geworden. Auch wenn das Virus bei fast allen Jugendlichen einen milden Verlauf wie eine Grippe nimmt, so wären doch die älteren Personen im Team (Betreuer aus der Schweiz und französische Lehrpersonen) bei einer Ansteckung besonders gefährdet. Zusammenfassend sind die Entwicklungen über 3-4 Wochen schwer vorauszusehen und deshalb können wir die Verantwortung für eine Durchführung nicht mehr übernehmen.

Wir alle bedauern diesen Schritt sehr, denn wir alle hatten uns auf einen schönen Aufenthalt in Cavalaire gefreut. Auch das ganze Leiterteam hat vorbildliche Vorbereitungsarbeit geleistet, teilweise auf Ferien verzichtet und unbezahlten Urlaub genommen. Dafür möchte ich als Lagerleiter hier allen nochmals ganz herzlich danken. Mit der Absage beginnt auch bereits wieder die Vorbereitung auf das nächste Lager und wir hoffen, dass die Virensituation bis zum Frühling 2021 ein unbeschwertes Lager zulässt.

An dieser Stelle möchte ich auch allen Eltern ganz herzlich danken für das Verständnis und die freiwilligen Beiträge an die entstandenen Unkosten. Diese Solidarität motiviert uns für die Abschlussarbeiten und bald schon für die Vorbereitung des nächsten Sprachlagers im Frühling 2021.

René Götz, 10. März 2020